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Ausstellung in Wien: Das Zeitalter Rembrandts


Kleines Selbstbildnis Rembrandt 1657.Copyright: Kunsthistorisches Museum Wien Bettlerfamilie an der Haustür.Rembrandt 1648,Copyright:Albertina Wien
Bettlerfamilie an der Haustür.Rembrandt 1648,Copyright:Albertina Wien
Ein Elefant.Rembrandt 1637,Copyright:Albertina Wien
Ein Elefant.Rembrandt 1637,Copyright:Albertina Wien
Junge Frau bei der Toilette.Rembrandt 1635,Copyright:Albertina Wien
Junge Frau bei der Toilette.Rembrandt 1635,Copyright:Albertina Wien
Edited by Ludwig Vysocan | 23.03.2009
Nach dem sensationellen Erfolg der Van- Gogh- Ausstellung 2008 startete die Albertina mit einem weiteren Höhepunkt in das heurige Kunst-Frühjahr. Die Ausstellung „Das Zeitalter Rembrandts“ zeigt rund 150 Werke aus dem Albertina-Bestand des niederländischen 17. Jahrhunderts, ergänzt um ca. 40 Ölbilder aus österreichischen und internationalen Sammlungen. Die einmalige Zusammenschau besteht aus Werken von rund 70 Künstlern und zeigt die erstaunliche Vielfalt an hohen Begabungen, durch die sich das holländische Goldene Jahrhundert auszeichnet. Das reiche thematische Spektrum spiegelt die bürgerliche Kultur des Landes wider und umfasst die heimische wie die idealisierte Landschaft, die Stadtansicht und das Meeresstück sowie das Portrait, das Bauerngenre, den bürgerlichen Alltag und das Blumenstillleben.

 

Rembrandt Harmensz. van Rijn
 
Den Kristallisationspunkt der Ausstellung bildet die Gruppe von Gemälden, Zeichnungen und Radierungen von Rembrandt, der als genialer Einzelgänger die vielfältigsten Anregungen zu einer einmaligen Synthese führte. In der hier gezeigten Auswahl, die sich zeitlich von den frühen Leidener Jahren um 1926 bis zur späten Schaffenszeit um 1660 erstreckt, zeigt sich das ganze Spektrum seines universellen Künstlertums wie auch seiner technischen und thematischen Vielseitigkeit. Vertreten sind das Historienbild- die für Rembrandt höchste und anspruchsvollste Stufe der Malerei-, die Landschaft, das Bildnis,
das Autoporträt, sowie Figuren- und Tierdarstellung. Die Radierungen und Kaltnadelarbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen zeugen von seinem fortwährenden Drang zum Experiment, der in den verschiedenen Druckzuständen der Kreuzigung und Christus wird dem Volke vorgeführt an kaum fassbare Grenzen reicht.
 
Die niederländischen Zeichnungen der Albertina
 
Diese kaleidoskopische Vielfalt an künstlerischen Begabungen und technischen Ausprägungen findet im Albertina-Bestand der niederländischen Zeichnungen des 17. Jahrhunderts, die zum Großteil von ihrem Gründer, Herzog Albert von Sachsen-Teschen, erworben wurden, ihren eindrucksvollen Niederschlag. Mit einem erstaunlichen Gespür für ausgewogene Repräsentanz und künstlerische Qualität baute der prominente Sammler- durch seine Generalstatthalterschaft ( 1781-1792) der Österreichischen Niederlande in Brüssel mit diesem Gebiet vertraut- seinen Bestand der niederländischen Zeichnungen auf. So sind neben dem hohen Anteil an Zeichnungen von Rembrandt und anderen großen Künstlern zahlreiche Raritäten von weniger bekannten, aber höchst bemerkenswerten Talenten anzutreffen. Obwohl sich die Zuschreibungslage vor allem bei den großen Meistern seitdem oft dramatisch geändert hat, ist die Anzahl der einwandfrei zuordenbaren Werke immer noch so groß, dass die Albertina heute in der Lage ist, aus eigenem Bestand einen repräsentativen und hochrangigen Überblick über die Zeichenkunst des niederländischen Goldenen Jahrhunderts zu bieten- ergänzt um eine konzentrierte Auswahl von Höhepunkten aus dem Bereich der Druckgraphik. Dass das Gesicht der Ausstellung zu einem wesentlichen Teil von sorgfältig bearbeiteten, vollständig durchgeführten Zeichnungen bestimmt wird, die dem Charakter und dem Status von Ölbildern nahe kommen, ist auf zwei Faktoren zurückzuführen. Erstens ist diese auf Repräsentation ausgerichtete Darstellungsart im niederländischen 17. Jahrhundert überhaupt reich vertreten; zweitens zeigte Herzog Albert, dem Geschmack und der Orientierung seiner Zeit entsprechend, gerade für solche „Bilder auf Papier“ ein besonderes Interesse. Während sich die 1993 von der Albertina veranstaltete Ausstellung „Die Landschaft im Jahrhundert Rembrandts“ einem umfassenden Spezialgebiet gewidmet hat, entfaltet sich in der gegenwärtigen Auswahl das ganze thematische Spektrum des niederländischen 17.Jahrhunderts.
Ausstellungsdaten
Dauer                     4.März bis 21.Juni 2009
Öffnungszeiten        Täglich 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr
Ausstellungsort       Basteihalle
Führungen              Samstag, Sonntag und an Feiertagen um 15.30 Uhr,
                              Mittwoch um 18.30 Uhr, jeweils 1 Stunde
Kontakt                 Albertinaplatz1, 1010 Wien
                              Telefon: 01 534 83-0
                             info@albertina.at
                             www.albertina.at