Ausstellung in Wien: Das Zeitalter Rembrandts



Rembrandt Harmensz. van Rijn
Den Kristallisationspunkt der Ausstellung bildet die Gruppe von Gemälden, Zeichnungen und Radierungen von Rembrandt, der als genialer Einzelgänger die vielfältigsten Anregungen zu einer einmaligen Synthese führte. In der hier gezeigten Auswahl, die sich zeitlich von den frühen Leidener Jahren um 1926 bis zur späten Schaffenszeit um 1660 erstreckt, zeigt sich das ganze Spektrum seines universellen Künstlertums wie auch seiner technischen und thematischen Vielseitigkeit. Vertreten sind das Historienbild- die für Rembrandt höchste und anspruchsvollste Stufe der Malerei-, die Landschaft, das Bildnis,
das Autoporträt, sowie Figuren- und Tierdarstellung. Die Radierungen und Kaltnadelarbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen zeugen von seinem fortwährenden Drang zum Experiment, der in den verschiedenen Druckzuständen der Kreuzigung und Christus wird dem Volke vorgeführt an kaum fassbare Grenzen reicht.
Die niederländischen Zeichnungen der Albertina
Diese kaleidoskopische Vielfalt an künstlerischen Begabungen und technischen Ausprägungen findet im Albertina-Bestand der niederländischen Zeichnungen des 17. Jahrhunderts, die zum Großteil von ihrem Gründer, Herzog Albert von Sachsen-Teschen, erworben wurden, ihren eindrucksvollen Niederschlag. Mit einem erstaunlichen Gespür für ausgewogene Repräsentanz und künstlerische Qualität baute der prominente Sammler- durch seine Generalstatthalterschaft ( 1781-1792) der Österreichischen Niederlande in Brüssel mit diesem Gebiet vertraut- seinen Bestand der niederländischen Zeichnungen auf. So sind neben dem hohen Anteil an Zeichnungen von Rembrandt und anderen großen Künstlern zahlreiche Raritäten von weniger bekannten, aber höchst bemerkenswerten Talenten anzutreffen. Obwohl sich die Zuschreibungslage vor allem bei den großen Meistern seitdem oft dramatisch geändert hat, ist die Anzahl der einwandfrei zuordenbaren Werke immer noch so groß, dass die Albertina heute in der Lage ist, aus eigenem Bestand einen repräsentativen und hochrangigen Überblick über die Zeichenkunst des niederländischen Goldenen Jahrhunderts zu bieten- ergänzt um eine konzentrierte Auswahl von Höhepunkten aus dem Bereich der Druckgraphik. Dass das Gesicht der Ausstellung zu einem wesentlichen Teil von sorgfältig bearbeiteten, vollständig durchgeführten Zeichnungen bestimmt wird, die dem Charakter und dem Status von Ölbildern nahe kommen, ist auf zwei Faktoren zurückzuführen. Erstens ist diese auf Repräsentation ausgerichtete Darstellungsart im niederländischen 17. Jahrhundert überhaupt reich vertreten; zweitens zeigte Herzog Albert, dem Geschmack und der Orientierung seiner Zeit entsprechend, gerade für solche „Bilder auf Papier“ ein besonderes Interesse. Während sich die 1993 von der Albertina veranstaltete Ausstellung „Die Landschaft im Jahrhundert Rembrandts“ einem umfassenden Spezialgebiet gewidmet hat, entfaltet sich in der gegenwärtigen Auswahl das ganze thematische Spektrum des niederländischen 17.Jahrhunderts.
Ausstellungsdaten
Dauer 4.März bis 21.Juni 2009
Öffnungszeiten Täglich 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr
Ausstellungsort Basteihalle
Führungen Samstag, Sonntag und an Feiertagen um 15.30 Uhr,
Mittwoch um 18.30 Uhr, jeweils 1 Stunde
Kontakt Albertinaplatz1, 1010 Wien
Telefon: 01 534 83-0
info@albertina.at
www.albertina.at