Warum macht so viele Menschen Essen krank? Teil 2
Was sind die Folgen? Eine Auswirkung ist, dass man kein Heimatgefühle entwickeln kann und das Gefühl hat, dass niemand für einen da ist. Ganz im Gegenteil, Kinder fühlen sich als Belastung. Eine weitere Folge ist, dass sowohl die Essenszubereitung, als auch die Essensaufnahme ausgelagert werden. Mangel an Zeit führt dazu, dass man entweder Essen kauft, oder das Essen auswärts an einem fremden Herd oder in fremden Räumen unter mehr oder weniger gemütlichen Umständen verzehrt.
Sogenannte 'Schlüsselkinder' wachsen ohne warme Mahlzeit auf
Magenfüller in Form von Jausentasche oder ein paar Euros
Heute haben wir die Situation, dass fast alle Kindergärten ausschließlich über Tiefkühlkost versorgt werden, welche mit der Mikrowelle aufgewärmt wird. Es gibt mittlerweile Studien darüber, dass tiefgefrorene Kost, die durch Mikrowellen aufgewärmt wurde, so gut wie keine Mineral- und Vitalstoffe enthält. Diese Kost ist bestenfalls ein Magenfüller der zumindest eine emotionale Sättigung erzielt, da das gemeinsame Verzehrerlebnis bleibt. Viele Schulkinder missen sogar diese minderwertige Abspeisung, sondern sind auf mehr oder weniger liebevoll zubereitete Jausen angewiesen. Im besten Fall richten Vater oder Mutter eine Jausentasche, im schlechtesten Fall werden ein paar Euro in Kinderhändchen gedrückt.
Den Schutzbedürftigen bleibt es überlassen wie sie diese Euro in essbare Ware umsetzten.
Der Vernunft des Kindes bleibt es anheimgestellt Euros in Apfel beziehungsweise Karotte oder Leberkäsesemmeln, Schnecken oder Gummizeug zu tauschen. Kommen die Eltern nach getaner Arbeit nach Hause müssen sie erst den Herd anfeuern. Sehr oft ist das Herdfeuer nicht einmal eine Gasflamme, sondern ein Mikrowellenofen, dem das Erwärmen oder die Endfertigung von halbfertig gekauften Tiefkühlspeisen anvertraut wird. Manches mal müssen die Jugendlichen sogar diese Mahlzeiten alleine einnehmen. In seltenen Fällen wird das nährwertreduzierte Mahl im Familienkreis verspeist.
Trend erkennen und gegensteuern
Wir erleben momentan, dass die jungen Menschen übergewichtig, depressiv, unentschlossen sind. Für mich liegt der Zusammenhang zwischen degenerierten Essensgewohnheiten und zunehmenden Stoffwechselerkrankungen auf der Hand. Es ist die größte Herausforderung der jetzigen Zeit diesen schon vorhandenen Faktoren eine Gegenbewegung entgegenzusetzen. Vorerst bleibt mir nur diese Fakten aufzuzeigen. Wir alle, unsere Gesellschaft, hat diese Entwicklung zu erkennen und ihr gegen zu steuern.
Ansatz im Kindergarten zur Gesundheitserziehung
Ein Vorschlag ist, dass vom Kindergarten an, Kinder in Gesundheitserziehung geschult werden. Das heißt die Essensversorgung muss einen viel höheren Stellenwert einnehmen. Über die Ernährung der Kinder werden die Eltern mitgeschult. Es wäre wünschenswert wenn auch die öffentliche Hand diese Bemühungen erkennen und unterstützen würde (in vielen privaten Kindergartengruppen ist es dem Einsatz der Eltern zu verdanken, dass die Kinder gut ernährt werden, leider ist dies oft eine Ausnahme). In den schulischen Institutionen sollte der Stundenplan entrümpelt werden und sportliche Aktivitäten und Gesundheitserziehung oder auch gemeinsames Kochen mit frischen Produkten einen wichtigen Stellenwert im Lehrplan haben.
Nur Kinder die von klein auf geschult sind haben die Möglichkeit dieses Wissen in ihr Erwachsenenleben zu tragen. Dieses Wissen bekommen sie von den Eltern meist nicht mehr vermittelt. Weiters sollten Kinder und Jugendliche im Umgang mit heimischen Heilpflanzen geschult werden, sodass sie wissen zu welcher Zeit welche Pflanzen, aber auch Gemüse- und Obstsorten im jeweiligen Heimatland verfügbar sind. Viele Kinder haben keine Ahnung, dass zum Beispiel Orangen andere Klimabedingungen brauchen, als sie bei uns in Österreich gegeben sind. Es ist eine Tatsache, dass die Heilpflanze die uns gesund erhält am eigenen Grund, im eigenen Land wächst.
Diese altbekannten Fakten sollten wieder mit neuem Leben erfüllt werden, sodass auch die künftige Generation diese wunderschöne Erde, diesen herrlichen Planeten genießen und wertschätzen kann.
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