Portrait: Eckhard Meier-Wölfle - Licht-Welt
Eckhard Meier-Wölfle: "Senkrechte und waagerechte Linien geben dem Auge Halt. Meist sind es abstrakte Kompositionen – ab und zu finden sich Hinweise auf Konkretes. In den achtziger Jahren war ich schlechthin als „der Fensterkünstler“ bekannt. Collagen in Fenstern, Fensterflügeln, Oberlichtern nahmen meist politische und gesellschaftliche Themen auf. In deren Gestaltung war damals schon die Wirkung des Lichtes ausschlaggebend. Das verwendete Ausgangsmaterial - das Fenster - war ein bestimmendes Element.
Malerei, Grafik und Objekte wurden in meiner Arbeit Ende der Achtziger grundlegender. Die Hinwendung, das Hinführen zur Meditation, zur Ausgeglichenheit statt zu einer konkreten Stellungnahme, ist nun mein Weg.
Meine Arbeiten entstehen auf Leinwand, grundierten Malplatten, Papier, Karton oder Marmorsteinen. In zahlreichen auf- und abgetragenen Schichten und Überlagerungen und unter Verwendung von feinsten, hochlichtechten Künstlerfarben wächst die Komposition heran.
Meinen Malstil bezeichne ich als malerisch und konstruktiv zugleich. Ein Widerspruch? Nein, denn die freien malerischen Elemente, verbunden mit nach Ordnung strebender grafischer Konstruktion, ergeben ein ausgewogenes Spannungsverhältnis. Licht wirkt als Ruhepol.
Ich möchte, dass meine Bilder immer etwas Neues geben, jeden Tag."
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